Der Countdown zur 3. Libertären Medienmesse läuft!

In den nächsten Tagen werden wir hier nach und nach das Veranstaltungs- und Rahmenprogramm der Dritten Libertären Medienmesse einstellen. Gleichzeitig informieren wir euch gerne über unseren Newsletter und via Twitter regelmäßig, ausführlich und exklusiv über alle Neuigkeiten!

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Veranstaltungen

Freitag 29.08.2014

    18h30-19h15 | Heiko Koch, Casa Pound Italia – Mussolinis Erben | Unrast Verlag | Buchvorstellung
    Seit 10 Jahren existiert die populistische Bewegung CasaPound Italia. Ihre Wurzeln sieht sie im historischen Faschismus zu Beginn der 1920er Jahre; in der Zeit als der italienische Faschismus noch nicht Regime, sondern eine Bewegung mit revolutionärem Anstrich war und sich mit Terror und Gewalt den Weg zur Macht ebnete.
    »Heiko Koch legt mit seinem Buch eine äußerst lesenswerte Darstellung dieser Bewegung vor. Der Anspruch, mit dem Buch einen ›Steinbruch‹ für die weitere Auseinandersetzung zu schaffen, gelingt. Dazu tragen auch die zahlreichen Fotos und Abbildungen bei.« Torben Heine, Lotta – Antifaschistische Zeitung aus NRW, Rheinland-Pfalz und Hessen ‚#54
    Die Anhänger CasaPounds nennen sich »i fascisti del terzo millennio«, die Faschisten des 3. Jahrtausends. Sie agieren mit aggressiv vorgetragenen Sozialforderungen, vordergründigem Anti-Kapitalismus und national-revolutionären Parolen. Dabei arbeiten sie bewusst mit den Folgen der aktuellen ökonomischen Krise und inszenieren sich als soziale Opposition von rechts außen. Mit einem breiten Angebot von sozialen, kulturellen und politischen Aktivitäten und unter Ausschöpfung moderner Kommunikationsmittel hat es CasaPound geschafft, sich von Rom aus über die ganze Apenninische Halbinsel zu verbreiten.
    Von Subkulturen und der radikalen Linken adaptierte Aktionsformen, jugendgerechtes Auftreten, popkulturelle Ästhetik und Lifestyle lassen von CasaPound das Bild einer vielfältigen und dynamischen Bewegung entstehen, die jedoch nach innen straff autoritär geführt wird.

    18h30-19h15 | N.N., “Antiziganismus in der deutschen Öffentlichkeit: Medienberichterstattung über Migration aus Südosteuropa” | Vortrag

    19h30 – 20:15 | Claudia Froböse, “Endlich gleichgestellt…Von bewegten Frauen zu verwertbaren Arbeitnehmerinnen?” | Vortrag

    Samstag 30.08.2014

    11h15 – 13h00 | Maria Braig: “Nennen wir Sie Eugenie”,Thema: Frauen, Asyl. Flucht. | Verlag 3.0 Zsolt Majsai | Lesung
    In der `Graswurzelrevolution`(GWR) 370, vom Sommer 2012 erschien Maria Braigs Artikel: „Nennen wir sie Eugenie. Unsichtbare Lesben im Exil“. Dieser ist nun Grundlage eines Romans geworden. Maria Braig beschreibt ihre Idee zum Buch: „Bei der Recherche für einen Artikel über lesbische Flüchtlinge im deutschsprachigen Raum stieß ich auf die Geschichte von Eugenie. Eine junge Frau aus den Senegal hatte Asyl in der Schweiz gesucht, weil sie wegen der Liebe zu einer Frau und der drohenden Zwangsverheiratung mit einem Mann ihre Heimat verlassen musste. Eine Mitarbeiterin von amnesty international erzählte mir in anonymisierter Form, was sie vom Schicksal der jungen Senegalesin wusste, einem Schicksal unter vielen“. Auf der realen Grundlage, dieses Schicksals beruht, die von Maria
    Braig, entwickelte Roman-Handlung. Die Einzelheiten allerdings sind erfunden oder anderen Lebensgeschichten entnommen. Sie könnten so geschehen sein, aber auch ganz anders…

    11h15 – 12h00 | Oliver Steinke, 1.Mai: Kampf um den 8 Stundentag und um die ganze Bäckerei, Streifzüge über einen besonderen Tag in der Geschichte der revolutionären antikapitalistischen Bewegungen | Lesung
    Der Vortrag spannt einen Bogen über dieArbeitsbedingungen als Ausgangspunkt für die Kämpfe um den 8 Stundentag Mitte/Ende des 19, Jahrhundert im Vorfeld des Schwerpunktes Haymarket und während der Revolutionen 1918-23 in Deutschland. Mit Lucy Parson und Emma Goldmann werden zwei Frauen etwas näher vorgestellt.Sowie die Migration in der Form der Einwanderung in die USA, vor allem aus Deutschland. Zu guter letzt werden der 1. Mai 1929 in Berlin und der1. Mai 1937 in Barcelona unter dem Aspekt der ArbeiterInnenkämpfe zur Befreiung vom Kapitalismus am Beispiel des 1. Mai betrachtet.

    12h15 – 13h00 N.N.: Migrantinnen und Sexarbeit | Vortrag

    13h15 – 14h00 | Peter Hetzler: “Hartz 5” | Selbstverlag | Lesung aus dem Roman
    Schluss mit dem Gejammer! In diesem Roman lernt man nicht nur die kafkaesken und oft entwürdigenden Bedingungen kennen, denen Hartz IV-Bezieher unterworfen sind. Hier gibt es auch die Erwerbslosen-initiative Hartz 5, deren Mitglieder die Jobcenterbürokratie mit unkonventionellen Methoden und anarchischem Witz aufmischen.Ein informativer, authentischer und unterhaltsamer Roman über eines der großen sozialen Probleme unserer Zeit – und ein diebisches Lesevergnügen. Der Autor ist Journalist und Mitarbeiter einer Erwerbslosengruppe. Viele der geschilderten Situationen haben sich so ähnlich tatsächlich zugetragen.

    13h15 – 15h00 | Labournet/Film: “Miners shot down” | ein Film von Rehad Desai, 90 Minuten
    Aus Anlaß des zweiten Jahrestags des Massakers von Marikana, als die Polizei zielgerichtet auf streikende Bergarbeiter schoss und 34 von ihnen tötete, gibt es nun einen Aufruf des südafrikanischen Marikana – Solidaritätskomitees, den Film „Miners shot down“ von Rehad Desai weltweit am Wochenende des 16. August 2014 zu zeigen (und, wo vorhanden, es möglichst mit Kundgebungen vor südafrikanischen Einrichtungen zu verbinden). LabourNet Germany zeigt den Film in Kooperation mit verschiedenen Partnern am 16., 17. und 30. August im Ruhrgebiet – und ruft alle LeserInnen dazu auf, überall wo es kurzfristig möglich ist, dies ebenfalls zu tun. Siehe „Miners shot down“

    14h15 – 16h00 | Cécile Lecomte “das Eichhörnchen”: „Kommen Sie da runter! Kurzgeschichten aus dem politischen Alltag einer Kletterkünstlerin | Verlag Graswurzelrevolution | Buchvorstellung
    Kommen Sie da runter!“ – das ist der Satz, den Cécile Lecomte, auch als das „Eichhörnchen“ bekannt, bei ihren Aktionen von der Polizei am häufigsten hört. Er zeigt die Verwirrung und Ohnmacht der „Ordnungshüter“, wenn sie ihnen auf der Nase herumtanzt. Sie hat in unzähligen Kletteraktionen über den Gleisen der Atomtransporte, bei ökologischen und antimilitaristischen Kampagnen zusammen mit anderen eine dritte Dimension in das Repertoire der gewaltfreien Aktionsformen eingeführt: die Vertikale. Ihre Aktionen sind nicht nur spektakulär, sondern auch wirkungsvoll: lange Bau- oder Transportbehinderungen sind oft die Folge. Der Staat und seine Repressionsorgane haben sie ins Visier genommen und an ihr ganz neue und willkürliche Formen der Freiheitsbeschränkung vorexerziert: die Ausweitung der präventiven Ingewahrsamnahme, überstürzte, den Tod der Aktivistin in Kauf nehmende Räumungsaktionen von kletterunkundigen PolizistInnen, frei erfundene Anklagen wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt, absurde Gerichtsverfahren, Überwachung, Knast. Doch Cécile Lecomte konnten sie nicht brechen: Sie kletterte in Gerichtssälen die Wände hoch und an den Fassaden von Justizgebäuden und Knastinnenhöfen empor! Sie hat in all den Jahren als Aktivistin viel erlebt. Davon erzählen die Kurzgeschichten (inklusive Tipps für Gerichtsverfahren), die mit zahlreichen Fotos illustriert sind. Die Texte sind mal fröhlich und mal ernst geschrieben und zeigen, dass Widerstand eine Frage unbegrenzter Phantasie sein kann. Die beiliegende 30-minütige DVD zeigt das „Eichhörnchen“ in Aktion und im Gespräch.

    15h15 – 16h00 | C. Winter: Volin-die unbekannte Revolution | Verlag Die Buchmacherei | Buchvorstellung
    Volin-die unbekannte Revolution; für Daniel Guerin war es ein bemerkenswertes Werk anarchistischen denkens, entstanden aus dem experiment der russischen Revolution. volin, libertärer russischer Revolutionär nimmt aktiv an den Revolutionen 1905 und 1917-1921 teil. In seiner Studie, bestehend aus drei Büchern, geht er chronologisch vor:
    (1) Geburt, Entwicklung und Triumph der Revolution (1825-1917)
    (2) Bolschewismus und Anarchie, zwei antagonistische konzeptionen der Revolution
    (3) kämpfe für die soziale Revolution, anarchistisch inspiriert mit freiheitlich-kommunistischen momenten, kronstadt 1921, der aufstand gegen die bolschewistische Herrschaft, und die Bauernbewegung der Ukraine unter Machno 1918-1921.
    Volin schreibt seine kritische Analyse aus einer Perspektive von unten und fragt sich, warum die sozial-revolutionären Massen verlieren und weiter unterdrückt und ausgebeutet bleiben. Im Vortrag soll es auch darum gehen, weshalb es sinnvoll sein könnte, Volin heute zu lesen.

    16h15 – 17h15 | Jürgen Mümken (oder Siegbert Wolf): “Antisemit, das geht nicht unter Menschen” Anarchistische Positionen zu Antisemitismus, Zionismus und Israel. | Edition AV | Buchvorstellung
    Die von Siegbert Wolf und Michael Mümken im Verlag Edition AV herausgegebene und auf mehrere Bände angelegte Dokumentation entstand aus einer Unzufriedenheit über den geringen Stellenwert, dem eine ernsthafte und anhaltende Beschäftigung mit dem Antisemitismus heute in der anarchistischen Bewegung zukommt – von Ausnahmen einzelner Personen und wenigen Gruppen abgesehen. Der vorliegende erste Band der Edition beleuchtet das Verhältnis des neuzeitlichen Anarchismus seit der Französischen Revolution von 1789 zum Antisemitismus, Judentum, Zionismus bis hin zur Shoah.Die Herausgeber des vorliegenden Bandes sind davon überzeugt, „dass eine freiheitliche, sozial gerechte Gesellschaft nur dann erreicht werden kann, wenn zuvor auch eine der ältesten Gruppenfeindschaften der Menschheitsgeschichte, der Antisemitismus, der im letzten Jahrhundert durch den deutschen Nationalsozialismus zum schlimmsten Menschheitsverbrechen der Geschichte geführt hat, in den Köpfen und Herzen aller Menschen dauerhaft beseitigt wird.“Gerade für eine radikale, gesellschaftsverändernde Bewegungen wie der anarchistischen ist die Auseinandersetzung mit gesellschaftlich produzierten Vorurteilen wie Antisemitismus, Rassismus, Homophobie und Antiziganismus unbedingt erforderlich, um diese Ressentiments im eigenen Denken und Fühlen und ebenso im öffentlichen, alltäglichen Handeln grundlegend zu überwinden. Das erfordert das nachhaltige Erinnern an den Nationalsozialismus sowie den offenen Dialog gegenüber allen Menschen, deren physische und psychische Existenz durch Vorurteile und Feindschaft im Alltag bedroht ist – also auch gegenüber den heute lebenden Jüdinnen und Juden, die weltweit mit einem wieder zunehmenden Antisemitismus konfrontiert werden. Nur so besteht nach Ansicht von Mümken und Wolf die Chance, „der ‚Produktion’ der Leichenberge in der bisherigen Menschheitsgeschichte endlich ein Ende zu bereiten, um den Weg frei zu bekommen für eine Gesellschaft, in der die ökonomischen, sozialen und psychologischen Grundlagen dafür garantiert sind, dass alle Menschen schließlich ihre soziale Individualität entwickeln können und vor allem, dass sie ohne Angst unterschiedlich sein können.“ Ein wichtiges Buch und notwendiger Beitrag zu einer Diskussion in der libertären Bewegung, die längst überfällig ist.

    16h15 – 17h15 | Bernd Drücke: Anarchismus Hoch 2. Soziale Bewegung, Utopie, Realität, Zukunft | Karin Kramer Verlag | Buchvorstellung
    „Ein Teil der in diesem Sammelband abgedruckten Interviews wurde – zwischen Oktober 2007 und November 2013 – in der Graswurzelrevolution veröffentlicht. Sie wurden für dieses Buch aktualisiert und um weitere Fragen und Antworten erweitert. Die Interviewten stehen libertär-sozialistischen Ideen nahe. Trotzdem richtet sich dieses Buch nicht nur an Anarchistinnen und Anarchisten. Ich hoffe, dass die Gespräche spannend für alle Menschen sind, die neugierig auf emanzipatorische, vom Mainstream abweichende Ideen sind. Denn die Fragen, um die es hier geht, betreffen alle. Wie kann die Menschheit die Herrschaft abschütteln? Wie können wir jegliche Form von Ausbeutung des Menschen durch den Menschen überwinden und die Zerstörung der ökologischen Lebensgrundlagen stoppen? Wie kann eine nicht-kapitalistische Gesellschaft organisiert werden, die auf Gegenseitige Hilfe, Freie Assoziation, Selbstverwaltung und ein menschengerechtes und naturnahes Leben ohne Chef und Staat aus ist?“

    17h15 – 18h00 | Alix Arnold: Selbstverwaltete Betriebe in Argentinien: Wir übernehmen! | Mandelbaum Verlag | Buchvorstellung und Bericht zum aktuellen Stand der Bewegung in Argentinien
    Was ist aus den Bewegungen in Argentinien, aus dem Aufstand von 2001 und den neuen Formen der Selbstorganisierung geworden? Angesichts der fortschreitenden Krise stellt sich auch in Europa die Frage, wie wir den Laden übernehmen können, bevor ihn der Kapitalismus völlig zugrunde gewirtschaftet hat. In Argentinien haben damals Arbeiter_innen angesichts drohender Pleiten ihre Betriebe besetzt und in Selbstverwaltung weitergeführt. Nach den spektakulären Anfängen mit heftigen Kämpfen hören wir heute nicht mehr viel von dieser Bewegung. Aber trotz aller Widrigkeiten bestehen die meisten dieser übernommenen Betriebe immer noch, und es kommen neue hinzu. Betriebsbesetzungen gehören inzwischen in Argentinien zum üblichen Repertoire des Arbeiter_innenwiderstands. Aus der Not ist ein Reichtum an Erfahrungen entstanden, die über das Bestehende hinausweisen und andernorts aufgegriffen werden. Juan Pablo Hudson hat ein Buch über die übernommenen Betriebe in Rosario vorgelegt. Er hat die Compañer@s verschiedener Betriebe jahrelang begleitet, als Forscher und Unterstützer. Die Berichte der Beteiligten lassen den Alltag der Selbstverwaltung lebendig werden, mit Stärken, Schwächen, Problemen und Perspektiven.
    Alix Arnold ist eine der beiden Herausgeberinnen und Übersetzerinnen des Buches und war mehrfach in Argentinien bei verschiedenen übernommenen Betrieben, vor allem bei der Fliesenfabrik Zanon in Neuquén. Sie wird das Buch vorstellen und über den aktuellen Stand der Bewegung berichten.

    17h15 – 18h00 | Rainer Knirsch: Der ´Fall BMW-Berlin´ Dokumentation eines außergewöhnlichen Kampfes um Macht und Recht im Betrieb, über gewerkschaftliche Betriebsarbeit zwischen ´gekaufter Vernunft´ und unbestechlichem Widerstand“ | Verlag Die Buchmacherei | Buchvorstellung
    Das Buch dokumentiert eine dreijährige heftige Auseinandersetzung um die Kündigung von Betriebsräten der IG Metall. Diese konnten letztlich das Recht der Belegschaft, die eigenen Interessenvertretung ohne fremde Einflussnahme zu wählen, erfolgreich verteidigen. Das Lehrstück über Macht und Recht im Betrieb wirft auch die Frage auf, wie Gewerkschaften ihre Autonomie verteidigen können und wie sie mit auseinander laufenden Interessen ihrer Mitglieder umgehen sollen.

    18h15 – 19h15 | Film: “Otras vias – Andere Wege” | Videowerkstatt-Autofocus | Frauen, Transsexuelle und Transvestis aus Lateinamerika sprechen über ihre Situation hier in Deutschland.
    Da viele von ihnen keinen Aufenthaltsstatus haben, bleibt ihnen neben Putzarbeit die Sexarbeit als Erwerbsmöglichkeit. Während einige lieber einer anderen Arbeit nachgingen, sind andere zufrieden mit der Arbeit. Sie wünschen sich aber andere Arbeits- und Lebensbedingungen, frei von der Angst vor Kontrollen und vor Denunziation durch ArbeitgeberInnen, Ehemännern oder Freiern. Es geht um die Gründe für ihre Migration und um Erlebnisse von Enttäuschung, Angst und Frustration – aber auch um ihre Ziele, Wünsche und Erfolge. Sie sprechen von ihren Erfahrungen mit den Freiern, mit der Polizei und mit den Ausländerbehörden. Sie diskutieren über ihre Arbeit, über Rechtlosigkeit und ihre Möglihkeiten, der Repression und der Diskriminierung zu widerstehen.
    Dieses Dokumentarvideo entstand in Zusammenarbeit mit Mucolade (Mujeres contra la deportacíon = Frauen gegen Abschiebung). Mucolade ist eine Gruppe spanisch sprechender Frauen, die präventive Arbeit leistet, um zu verhindern, dass migrierte Frauen, die in der Sexindustrie arbeiten, in Abschiebehaft kommen.

    18h15 – 19h00 | Manuela Schon und Mira Sigel: Gekauft! Benutzt! Hauptsache “selbstbestimmt”? – Sexuelle Ausbeutung unter dem Deckmantel individueller Freiheit | Vortrag
    Ziel der Abolition ist es, die strukturelle, wirtschaftliche, psychologische und physische Gewalt zu erkennen und zu benennen, die ins System der Prostitution sowie anderer Bereiche der Sexindustrie eingebaut sind sowie Lösungsansätze aufzuzeigen.Es geht darum, an den Ungleichheiten anzusetzen, die Menschen in die Prostitution zwingen. Nicht Sex wird kritisiert, sondern die Kommerzialisierung von Sex mit ihren Konsequenzen.Ziel ist nicht das Verbot/die Kriminalisierung/Illegalisierung der Prostitution, sondern die Kriminalisierung der Nachfrage nach bezahltem Sex, denn sie ist der Grund, aus dem Prostitution existiert.

    Sonntag 31.08.2014

    12h15 – 13h00 | Michael Banos und Thomas Nückel: Christian Geissler: Wird Zeit, dass wir leben | Verbrecher Verlag | Lesung
    In »Wird Zeit, dass wir leben« erzählt Christian Geissler mit »balladenhaft-lyrischer Präzision« (Heinrich Böll) vom Widerstand der Kommunisten gegen die Nazis in Hamburg. Als ob er mitten im Geschehen steckt, begleitet er seine Figuren durch die Kämpfe vor und nach 1933. Er erzählt von Gewalt von oben und Gegenwehr von unten, vom Spannungsverhältnis zwischen Kollektiv und Individuum, zwischen Disziplin und Eigensinn – und zieht den Leser in die immer noch aktuellen Debatten mit hinein. Schlosser ist Funktionär der KPD. Bis zu seiner Verhaftung bremst er den Eifer der Genossen im Kampf gegen die Nazis, verweigert die Waffen und pocht auf Disziplin. Die Genossen von der Basis aber wollen kämpfen. Kämpfen bedeutet für sie Lust und Leben. Vor allem für Karo, aber auch für Leo, der noch 1930 zur Polizei geht, aber später begreift, dass er auf der falschen Seite steht. Geisslers Roman basiert auf einer wahren Geschichte: Das Vorbild für Leo war der Hamburger Polizist Bruno Meyer, der Anfang 1935 die Widerstandskämpfer Fiete Schulze und Etkar André aus dem Gefängnis befreien wollte. Detlef Grumbach recherchierte umfassend und erzählt in seinem Nachwort erstmals vom Schicksal Bruno Meyers.Das Buch ist der Auftakt einer Christian-Geissler-Werkschau im Verbrecher Verlag.

    12h15 – 13h00 Helmut Loeven: Das philosophische Kabarett | Situationspresse | Lesung |

    13h15 – 14h00 Free! Netzwerkrealität: Lokale Vernetzung ist sinnvoll | Vortrag
    „Das FREE! Projekt aus Dortmund stellt sich und seine Arbeit rund um Internet und Kommunikation vor. Schwerpunktthema ist lokale Vernetzung: Worauf sollten Aktive bei ihrer Kommunikation in der politischen Arbeit achten? Wofür ist eigene Infrastruktur sinnvoll? Falls anschließend noch Zeit ist, können in einer Diskussionsrunde oder persönlich auch noch technische Details erläutert werden.“

    13h15 – 14h00 | Birgit und Alice: Dann macht doch ’ne eigene Kneipe auf! | Vortrag über solidarökonomische Projekte
    Seit Mai führen wir im Bundesgebiet Interviews zum Thema solidarische Ökonomie mit Menschen, die in Kollektivbetrieben, Kommunen oder anderen Projekten wohnen und/oder arbeiten.
    Wir möchten euch Ergebnisse vorstellen und darüber diskutieren, ob und wie eine solidarische Wirtschaft gelingen kann oder ob Kooperativen nicht nur eine Flucht aus der kapitalistischen Realität darstellen.

    14h15 – 15h00 Martin Veith: Panait Mușoiu – Ein Pionier des rumänischen Anarchismus | Edition AV | Buchvorstellung
    Der Vortrag gibt einen Einblick in das Leben des bedeutensten rumänischen anarchistischen Publizisten Panait Mu?oiu (1864-1944) und beleuchtet die anarchistische und syndikalistische Bewegung des Landes zwischen Karpaten und Schwarzem Meer, hauptsächlich bis in die 1920er Jahre.

    … Programm wird weiter ergänzt!

  • … Programm wird weiter ergänzt!





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